Das Glasschiebetürchen

In Wahrheit habe ich schon länger nicht jeden Tag gekritzelt, weil ich in einigen Dingen komisch bin. Ich habe oft genaue Vorstellungen, was ich haben will, bei Schuhen, Wachstischdecken und so. Und wenn ich nicht bekomme, was ich will, komme ich lieber ohne (neue) aus. So will ich zum Kritzeln sketchbooks (wie heissen die auf… Das Glasschiebetürchen weiterlesen

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Türen

Ich hab es letzthin mit den Türen. Schon wieder fiel mir so eine entgegen. Doch diese war wenigstens leicht. Die Bodenangelstelle aufgeweicht durch Rost. Wie’s dazu kam, ist mir ein Rätsel. Die alte Waschmaschine, die neben dem Küchenkühlschrank leckte, ist längst weg, so wie der Kater, der gegen sie zu pissen pflegte.

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August ist Herbst

Ich kritzle jeden Tag möglichst einmal was. Das hier ist vom siebzehnten Achten.

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Wislawa Szymborska: Dusza

“A LITTLE ON THE SOUL Periodically one has a soul. Nobody has it all the time and forever. Day after day, year after year can pass without it. …” Weil es passt zum vorherigen Beitrag zu Caeiro, hier ein link zum vollständigen Gedicht von Wislawa Szymborska: Dusza, ins Englische übersetzt als “A little on the… Wislawa Szymborska: Dusza weiterlesen

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Alberto Caeiro (2): Nie hielt ich Schafe

Ich möchte voranschicken, dass es mir hier nicht um eine gute Übersetzung geht, sondern um eine, die den Sinn des Originals, so wie ich ihn erkenne, einigermassen akzeptabel vermittelt. Methodisch bin ich wie im ersten Teil vorgegangen. Auch hier haben wir Zufriedenheit und Traurigkeit, aber sie werden ganz anders aufgefasst und ausgedrückt als bei Matthew… Alberto Caeiro (2): Nie hielt ich Schafe weiterlesen

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Zucker und Salz

Ich trage Salz in einer Hosentasche, in der andern Zucker und ein Weizenfeld. Die Hose trage ich schon lange, nie gewaschen, und geh mit ihr und einem Hund, der bellt, spazieren über alte, feuchte Wiesen, permanent pasture, nicht neu eingesät. Dort finde ich Schwalben, die ihn bellen liessen, darunter alte Bilder, längst nicht mehr gemäht.… Zucker und Salz weiterlesen

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(un)Versiert*

Ich habe mich wieder mal verstrickt, in Stricken. Wenn ich das tu, verschreibe ich mich immerhin nicht. Denn Schreiben und Stricken schliessen sich gleichzeitig aus. Man kann sich nur in einem davon verlieren. Verdenken kann man sich jedoch bei beidem. Ausserdem der Wettervorhersage, wenn der Verdacht besteht: dass sie sich versprochen hat. *Mein altes Fremdwörterbuch… (un)Versiert* weiterlesen

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Sonnenbad

Erst badete das rote Kehlchen Sonne. Das sieht bei Vögeln so erschreckend aus (vor allem, wenn es schwarze Amseln sind). Sie lassen ihre Flügel ausgebreitet hängen, den Kopf halten sie eigenartig schief nach oben, seitwärts, den Schnabel aufgesperrt, als rängen sie um letzte Atemluft. Facies hippocratica? Nein, nein. Sie atmen vielleicht bloss die Sonne ein?… Sonnenbad weiterlesen

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opportunity cost

Du stehst vor einer Wahl. Du musst jetzt entscheiden, ob du diesen Blogeintrag lesen, etwas anderes lesen, stumme Gedanken denken, oder vielleicht selbst etwas schreiben willst. Der Wert, den du der am attraktivsten erscheinenden dieser Möglichkeiten beimisst, ist der Preis, den du zahlen musst, wenn du dich entscheidest, diesen Blogeintrag zu lesen. Dieser Preis ist… opportunity cost weiterlesen

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