{"id":608,"date":"2015-01-12T22:57:53","date_gmt":"2015-01-12T20:57:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.wababbel.de\/christine\/?p=608"},"modified":"2015-01-23T00:45:14","modified_gmt":"2015-01-22T22:45:14","slug":"das-geschenk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fringillallala.wababbel.de\/?p=608","title":{"rendered":"Das Geschenk"},"content":{"rendered":"<p>Bevor ich mit den Schafen weitermache, muss ich von dem Geschenk, im Doppelpack, erz\u00e4hlen, das wir noch nicht zwei Wochen nach unserer Ankunft hier in aller Herrgottsfr\u00fche vor dem Haus fanden, denn es hatte sp\u00e4ter entscheidenden Anteil daran, dass wir schliesslich doch begannen, Schafe zu halten.<\/p>\n<p>Wir haben uns eigentlich selten entschlossen, dass wir jetzt einen Hund, Katzen oder Schafe haben wollen, und uns auf die Suche nach einem entsprechenden Exemplar gemacht. \u00dcber Ausnahmen erz\u00e4hle ich noch. Die Tiere fanden uns irgendwie, wurden uns an- oder zugetragen, und blieben.<\/p>\n<p>Bei dem Geschenk handelte es sich sich um schmutzige, schwarzweisse, verfilzte kleine Kn\u00e4uel, und es wurde als solches angenommen, nach einer ersten Mahlzeit jedoch zun\u00e4chst in die Badewanne gesteckt. Der Nachbar behandelte es ausserdem mit einem Mittel gegen Milben. <\/p>\n<p>Nach viel B\u00fcrsten und Herausschneiden der verfilzten Zotteln wurden in den n\u00e4chsten Wochen und Monaten die Unterschiede zwischen den beiden Br\u00fcdern, die schnell heranwuchsen, deutlich. Locke war der typische Border Collie. Er bekam Locken, hatte aufrecht stehende Ohren und eine spitze Schnauze mit einem etwas zu kurzen Unterkiefer. Hooker hatte den K\u00f6rperbau eines Setters: Hochbeinig, H\u00e4ngeohren, eine eher eckige Schnauze, zwei \u00fcberfl\u00fcssige Zehen an den Hinterbeinen und seidiges, langes schwarzes Haar, das schliesslich gl\u00e4nzte wie der Rumpf eines Galway Hookers. Auch ihre Charaktere unterschieden sich entsprechend, aber beide trugen das weisse Kreuz des Border Collies auf der Brust.<\/p>\n<p>Erst wurden sie draussen tags\u00fcber frei laufen gelassen, waren manchmal eine Weile verschwunden, verbrachten die N\u00e4chte in einem Shed. Je gr\u00f6sser sie wurden, umso mehr folgten sie dem Hausherrn fast auf Schritt und Tritt. Nachdem sie in die T\u00fcr ihrer Wohnung ein so grosses Loch gebissen hatten, dass sie durchschl\u00fcpfen konnten, wurden sie in den hinteren Anbau am Haus umgesiedelt. Von dem aus eroberten sie sich dieses immer weiter, bis es selbverst\u00e4ndlich war, dass sie sich gewohnheitsm\u00e4ssig  unter K\u00fcchen- und Wohnzimmertisch zu unseren F\u00fcssen aufhielten. Mit Treppen hatten sie&#8217;s nicht so, darum blieb der erste Stock hundefrei.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich glaubten wir einem Nachbarn nicht, der kam, um uns sich zu beklagen, dass sie ein Lamm in der N\u00e4he gerissen haben sollten. Unsere lieben Hunde doch nicht. Wir bezahlten aber den Marktpreis f\u00fcr das Lamm, und gaben seinem Besitzer beim n\u00e4chsten Mal im Pub ein Bier aus. Immer noch ungl\u00e4ubig.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.wababbel.de\/christine\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2015\/01\/img0021.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.wababbel.de\/christine\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2015\/01\/img0021-300x202.jpg\" alt=\"img002\" width=\"300\" height=\"202\" class=\"alignnone size-medium wp-image-626\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bevor ich mit den Schafen weitermache, muss ich von dem Geschenk, im Doppelpack, erz\u00e4hlen, das wir noch nicht zwei Wochen nach unserer Ankunft hier in aller Herrgottsfr\u00fche vor dem Haus fanden, denn es hatte sp\u00e4ter entscheidenden Anteil daran, dass wir schliesslich doch begannen, Schafe zu halten. 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